Anlagentechnik im Überblick:

Beförderungssysteme:

„Durchlaufanlage“ – Für hohen Durchsatz im konstanten Durchlauf

 
Fördersysteme:

  • Monorail – Geschlossenes Einschienenhängebahnsystem

 

  • Power & Free – Hängeschienenbahnsystem für rationelle Materialflusslösungen für jedes Anforderungsprofil und in jeder Größe ob Fertigung, Oberflächenbearbeitung, Lagerung oder Versand.

 

„Tauch/Taktanlage“ – Für dichte Bestückung bei minimalen Raumanforderungen sowie Flexibilität bei unterschiedlichen Größen der zu beschichtenden Teile. Niedrigere Investitionsgrößen im Vergleich zu Durchlaufanlagen.

 

 

Vorbehandlung:

 

  • Eisenphosphatierung – Normalerweise bis zu 6 Prozessschritte. Gewöhnlich im Einsatz, wenn der Korrosionsschutz keine große Rolle bei der Beschichtung spielt. Das Phosphatbild ist nicht gleichmäßig geschlossen und hängt im wesentlichen von der Passivierungsstufe ab. Typisches Schichtgewicht 200 – 900 mg/m²

 

  • Zinkphosphatierung – Normalerweise bis zu 11 Prozessschritte. Stellt eine sehr feine kristalline Struktur, die eine sehr gute Haftung sowie Korrosionsschutz zwischen dem Substrat und der Decklackierung gewährleistet. Typisches Schichtgewicht 1 – 2,5 g/m²

 

Diese sind möglich als Tauchsysteme und als Sprühsysteme. Qualitativ, bei kritischen Bauteilformen, sind die Tauchsysteme von Vorteil. 

 

 

Anlagenkonstruktion:

 

Die Anlagenkonstruktion ist heutzutage wählbar aus beschichtetem Stahlblech, in Edelstahlausführung, aus Kunststoff (PP) oder entsprechenden Verbundwerkstoffen.

Abhängig von Qualität aber auch der statischen Anforderungen, Größe usw.

 

Die Konstruktion des KTL-Tanks sollte grundsätzlich nicht größer als nötig sein. Das wirkt sich positiv auf den Materialvorratsstand sowie den jährlichen „Turnover“ aus. Das Substrat des Tanks ist üblicherweise normales Stahlblech / Edelstahl > 6 mm Stärke, innen mit nicht-Strom-leitender Spezialbeschichtung isoliert. Alternativ bietet sich auch ein Tank aus PP-Kunststoff an. Sämtliche Verrohrungen und Teile, die mit dem Lack unmittelbar in Kontakt kommen können, sollten entweder aus Stahl / Edelstahl oder PVC-Kunststoff ausgeführt sein.

Alles andere, z.B. Aluminium, Messing, Kupfer oder Zink, kann sich sehr nachteilig auf das KTL-Bad auswirken.


Über den gesamten Prozess sind Auslegungen der Pumpen, der Umwälzung, der Filtration, der Wärmetauscher, der Gleichrichter u.v.a. sehr wesentlich entscheidend über das Leistungsvermögen und die qualitativen Ergebnisse der KTL-Anlage. Diese sind grundsätzlich nach den „Best Case“ Bedingungen auszulegen, damit auch im stärksten Kapazitätsansturm die Leistung der Anlage nicht schwächelt. In der Praxis ist das gar nicht so selten der Fall, wie es theoretisch erscheinen sollte.

 

Diese Informationen dienen lediglich der groben Übersicht zur Konzeption einer KTL-Anlage. Der gute Fachmann, der Sie in der Thematik berät, wird aufgrund Ihrer Vorstellungen die passenden Vorschläge zur Auslegung der Anlage als auch der gesamten Peripherie (qualitativ und prozessbezogen) gründlich durchdenken, damit Sie sich an Ihrer neuen Anlage, Leistung und Funktion noch lange Jahre erfreuen können.